Eltern-Kind-Sprachreisen
In England sind sie bereits seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Sprachreiserepertoires, in Deutschland hingegen haben sie sich noch nicht ganz durchgesetzt: Die Rede ist von Eltern-Kind-Sprachreisen. Dabei erfüllen Sprachreisen für die ganze Familie wichtige Lernziele, die in unserer globalisierten Welt immer wichtiger werden. Zum einen unterstützen sie Eltern beim lebenslangen Lernen, den Kindern hingegen gewähren sie einen frühen, möglichst authentischen Kontakt mit einer Fremdsprache.
Eltern-Kind-Sprachreisen zeichnen sich dadurch aus, dass Kinder gemeinsam mit ihren Eltern an einer Sprachreise teilnehmen. Während Eltern und Kinder die Vormittage getrennt voneinander verbringen und einen Sprachkurs besuchen, der auf ihr Niveau und ihre Lernziele zugeschnitten ist, stehen die Nachmittage und Abende zur freien Verfügung. Es ist den Familien überlassen, ob sie an den vom Sprachreiseanbieter organisierten Ausflügen teilnehmen, das Freizeitprogramm vor Ort nutzen oder unter sich bleiben und das Gastland auf eigene Faust erkunden. Ebenso ist es möglich, dass die Eltern Zeit zu zweit verbringen, während die Kinder das betreute Nachmittagsangebot der Sprachreise in Anspruch nehmen.
Die Attraktivität von Familiensprachreisen besteht in erster Linie darin, dass sie den Urlaub mit der ganzen Familie und das Lernen einer Fremdsprache vereinen. Während sich Schüler- oder Jugendsprachreisen an Kinder und Jugendliche richten, die einen Teil ihrer Ferien in Gemeinschaft Gleichaltriger fernab ihrer Eltern verbringen möchten, ermöglichen Eltern-Kind-Sprachreisen eine Förderung der Fremdsprachenkenntnisse im Rahmen der Familienurlaubsatmosphäre. Ein praktischer Nebeneffekt der gemeinsamen Sprachreise von Eltern und Kindern besteht darin, dass die sich die Eltern selbst als Lerner erleben und auf diese Weise mehr Verständnis für die Probleme aufbringen können, mit denen ihre Sprösslinge zum Teil beim Erlernen einer Fremdsprache konfrontiert sind.


